Sei es in einer Mietwohnung mit vertraglich festgelegter Gartennutzung oder im Eigenheim: Die Geschmäcker der Menschen, was ihren Garten angeht, sind sehr verschieden. Wie viele Menschen alleine in Deutschland Wohnungen nutzen, zu denen kein Garten gehört, lässt sich leicht erkennen. Dazu reicht ein Blick auf die vielen Wohnblöcke mit einem sehr unpersönlichen Grünstreifen darum, der nicht einmal von Kindern zum Spielen benutzt werden darf. Diese Menschen sehnen sich nach einem eigenen Garten, wohingegen viele Gartenbesitzer ihr Stückchen Land vor der Haustüre auch als lästige Pflicht ansehen und es dementsprechend lieblos behandeln. Nur wegen der Nachbarn wird hier der Rasen gemäht; pflegeleichtes Buschwerk ist die einzige Zier. Wer sich für den Bau oder Kauf vom Eigenheim entscheidet, trifft mit dieser Entscheidung aber auch seine Wahl für den Garten. Dieser kann sehr unterschiedlich aussehen und bringt einmal gewollten Wildwuchs mit sich, aber auch manches Mal ein sehr gepflegtes Ambiente, mit englischem Rasen, wertvollen Rosen, liebevollen Beeten und sogar Gemüseabteil vor einem eigenen kleinen Treibhaus.
Garten anlegen: Eine Kunst für sich
Der Kauf einer älteren Immobilie bringt oft katastrophale Verhältnisse im Garten mit sich; ebenso, wie der Baugrund nach dem Neubau entsprechend behandelt werden will. Sei es, wie es will: Viel Arbeit wartet nun – in mehreren Schritten. Zunächst muss der künftige Garten entwildert werden. Hier fehlt, vor allem beim Neubauland, vielleicht noch eine Humusschicht. Dann sollte geklärt werden, in welche Teile der Garten unterteilt werden soll. Der Obstgarten, das Gemüsebeet, die Blumenrabatten, der Steingarten und so fort: Alles will nun angelegt und vorbereitet, unter Umständen auch schon bepflanzt werden. Hinzu kommen Vorbereitungen für einen Gartenteich, sofern gewünscht. Bei der Gartenarbeit heißt es, Eile mit Weile. Der Rasen wird nicht sofort und fehlerfrei wachsen, der neue Gartenteich muss erst einmal mit Pflanzen versehen werden, die ihn nach einiger Zeit liebevoll umranden. Obstbäume bringen erst nach Jahren der aufwendigen Hege und Pflege eine Ernte, ebenso, wie neu gepflanzte Rosen, ob Strauch- oder Kletterpflanzen, nicht sofort in voller Pracht erblühen. Viel körperliche Arbeit, aber auch Geldausgaben und Wissen stecken in einem liebevoll gepflegten, ansehnlichen Garten.
Die Immobilie in der Immobilie: Gartenhaus und Co.
Zu einem stilvollen Garten gehört eine Veranda beziehungsweise Terrasse, aber auch Unterstellmöglichkeiten für Grill, Rasenmäher und anderes Beiwerk zum Leben im Garten. Neben dem Treibhaus gibt es viele Möglichkeiten, quasi eine zusätzliche Immobilie zu errichten. Rein zweckmäßig als Schuppen, aber auch mit der Option, das Bauwerk für einen geselligen Abend bei kühler Luft oder Nieselregen zu verbringen. Der Grill unter dem Vordach, die Gäste witterungsgeschützt: So lässt sich das Leben als Besitzer von Haus und Garten aushalten. Im Winter eignen sich Gebäude im Garten zum Unterstellen der Geräte, Gartenmöbel und so weiter. Plan B ist die Heizung für das Gartenhaus, sodass dieser zusätzliche Raum auch in den kalten Monaten zur Verfügung steht. Es soll Ehemänner geben, die mehr oder minder in ihrem Gartenhaus leben und dort Kühlschrank, Couch und TV besitzen…
