Dachgauben am Eigenheim

Mai 2nd, 2009 · No Comments

Dachwohnungen, auch Mansardenwohnungen genannt, leben manchmal nur von der Tatsache, dass das Dach vom Wohnhaus mit Gauben ausgestattet wurde. Nur durch diese entsteht ein Raumangebot, das die Nutzung der Mansarde komfortabel macht. Es gibt verschiedene Arten von Gauben – aber auch verschiedene Schreibweisen. So finden sich die Aufbauten manchmal auch unter dem Begriff „Gaupe“, allerdings der wenig gebräuchliche Name.

Formen der Dachgaube

Meistens ergänzen sich Dachgaube und Dach selbst zu einem stimmigen Gesamtkonzept, wobei die Gaubenform der Dachform angepasst wird, gleich ob das Dach gleich mit den Aufbauten gebaut wird oder die Gauben nachträglich eingefügt werden. Es gibt die Option, sich auf das Haus Gauben mit Sattel- oder Walmdach zu setzen, ganz davon abhängig, ob es sich beim Dach selbst um ein Satteldach oder Walmdach handelt. Wie ein eigenes, kleines Häuschen wirkt die Giebelgaube, die – wie alle Formen – an der Seite die sogenannten Gaubenbacken oder Gaubenwangen aufweisen. Selbstverständlich gibt es auch Gauben mit einem Flachdach, neben einigen besonderen Formen. Die Schleppgaube ist ein Beispiel für diese besonderen Formen einer Gaube, wobei es hier noch einige Unterarten gibt. Wer sich ausgiebig zum Thema Dachgauben informieren möchte, findet sicher eine Zimmerei in seiner Nähe, in der er sich über Gaubenmodelle und deren Eignung für das eigene Haus informieren kann. Berücksichtigt werden muss das Thema Entwässerung, neben dem wichtigen Faktor der Schneelast, der regional deutliche Unterschiede aufwirft.

Konstruktion der Dachgaube

Jedes stabile Dach ist geeignet, eine oder mehrere Gauben darauf zu errichten. Bei einem älteren Dach, das schon einige Schwachstellen aufweist, empfiehlt sich die vorherige gründliche Sanierung. Man muss bedenken, dass die Gaube nicht mit Wänden oder gemauerten Teilen vom Haus in Verbindung steht, sondern eine in sich geschlossene Konstruktion mit dem Dach darstellt. Jegliche Last, sowohl durch die Gaube und ihr Material, aber auch eine Schneelast oder noch schwerere Eisdecke auf dem Dach steigert das Gewicht, das der Dachstuhl zu tragen hat. Es handelt sich also nicht um eine Schikane der Behörden, dass Dachgauben nur mit entsprechender Baugenehmigung zu errichten sind, sondern um eine Sicherheitsmaßnahme. Nur, wenn ein Statiker sein OK gegeben hat, darf ein Dach entsprechend erweitert beziehungsweise gebaut werden. Die Arbeit in schwindelnder Höhe auf rutschigem Dachziegel ist beschwerlich und gefährlich zugleich. Nur absolut erfahrene Heimwerker dürfen hier selbst zum Werkzeug greifen; bei der kleinsten Unsicherheit ist die Unfallgefahr zu groß, weswegen ein Handwerker beauftragt werden muss.

Dachgauben müssen nicht sein

Wird die Raumhöhe im Dachgeschoß eines Hauses groß genug gewählt, müssen Dachgauben nicht sein. Wo die Dachschräge zu niedrig ist, kann die Innenwand nach Innen versetzt werden, zum Beispiel durch Dämmplatten oder eine Trockenmauer. Wo ein Dach nachträglich und vor allem unsachgemäß verändert wird, besteht stets auch die Gefahr, dass Wasser sich im Gemäuer breitmacht. Und das zieht Schimmelbildung nach sich, was nun nicht unbedingt für wohnliche Verhältnisse sorgt – weder für einen Wäschetrockenraum auf dem Speicher, noch für eine vollkommen ausgebaute Dachwohnung.